Europa erleben, Nachhaltigkeit gestalten und internationale Freundschaften knüpfen – das konnten 15 Schülerinnen und Schüler des Christian-von-Dohm-Gymnasiums Goslar beim jüngsten Erasmus+-Austausch im italienischen Rimini.

Im Rahmen des Projekts „Zwischen Himmel und Erde“ besuchten sie das Liceo „Giulietta Masina“, um sich mit Fragen nachhaltiger Ernährung, des Upcyclings und eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen zu beschäftigen. Schon die Anreise spiegelte den Anspruch des Projekts wider: Die Gruppe entschied sich bewusst für eine klimafreundliche Zugfahrt nach Italien. Vor Ort lebten die Jugendlichen in Gastfamilien und tauchten so unmittelbar in den italienischen Alltag ein. Der Austausch verband schulisches Lernen mit echten zwischenmenschlichen Begegnungen – und machte erfahrbar, wie europäische Verständigung in der Praxis entsteht.

Im Unterricht und in gemeinsamen Aktivitäten kamen die Schülerinnen und Schüler mit Gleichaltrigen unterschiedlichster Klassen ins Gespräch. Dass am italienischen Gymnasium auch Deutsch unterrichtet wird, erleichterte die Verständigung. Überwiegend wurde jedoch auf Englisch kommuniziert – und bald hielten auch erste italienische Redewendungen Einzug in das tägliche Miteinander. Diese sprachliche Vielfalt verlieh dem Austausch besondere Lebendigkeit und zeigte, wie Verständigung in Europa wachsen kann.

In Workshops, Projektphasen und Exkursionen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit nachhaltigen Lebensmitteln, Tourismus und Upcycling. Darüber hinaus lernten sie Projekte nachhaltiger Land- und Raumentwicklung sowie traditionelle Formen des Lebens und Wirtschaftens kennen. So wurde anschaulich, wie eng ökologische Verantwortung, regionale Identität und kulturelles Erbe miteinander verbunden sind.

Ein Höhepunkt der Begegnung war der offizielle Empfang im Rathaus von Rimini. Bildungsstadtrat Mattia Morolli begrüßte die Goslarer Delegation, überreichte Gastgeschenke und würdigte die inhaltliche Bedeutung des Austauschs. In den Gesprächen zeigte sich, dass Rimini und Goslar trotz unterschiedlicher geografischer Lage einiges gemeinsam haben: historische Wurzeln, kulturelle Tiefe und eine enge Verbindung zur Natur. Aus diesen Eindrücken heraus entstand die Idee, die Partnerschaft auch auf kommunaler Ebene weiterzuentwickeln.

Birte Steffen, Koordinatorin für Europaprojekte am Christian-von-Dohm-Gymnasium, betonte: „Gerade in solchen Austauschformaten wird für unsere Schülerinnen und Schüler erfahrbar, was Europa im besten Sinne bedeutet: Offenheit, Respekt, Neugier und die Bereitschaft, voneinander zu lernen. Wer gemeinsam an Fragen der Nachhaltigkeit arbeitet, erweitert nicht nur seinen fachlichen Horizont, sondern erkennt auch, dass Zukunft nur im Miteinander gestaltet werden kann.“

CvD-Lehrer Sebastian Skorzinski, der die Fahrt begleitete und sich im Projekt besonders für Nachhaltigkeit und europäische Zusammenarbeit einsetzt, hob die Bedeutung solcher Programme hervor: „Austausch und Völkerverständigung fördern den europäischen Gedanken immens – denn nur gemeinsam können wir stark sein und gemeinsame Stärke entwickeln.“

Mit der Rückkehr aus Italien ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Im Herbst wird die italienische Partnerschule zum Gegenbesuch nach Goslar kommen, wo Themen wie Recycling, Upcycling und nachhaltige Entwicklung weiter vertieft werden sollen. Gleichzeitig werden in weiteren Erasmus+-Aktivitäten neue thematische Facetten des Projekts „Zwischen Himmel und Erde“ entstehen – immer im Zeichen einer gelebten europäischen Verantwortung.

B.Steffen & S.Skorzinski

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