Europaschule

"Europaschulen in Niedersachsen vermitteln ihren Schülerinnen und Schülern ein umfassendes Wissen über Europa und tragen zur Stärkung der gemeinsamen europäischen Grundwerte und zum Verständnis für die europäische Kultur und Vielfalt bei. Sie bieten ihren Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten, Europakompetenzen zu entwickeln, und bereiten damit auf das Leben und Arbeiten in Europa vor."

Europaschule in Niedersachsen, RdErl. des MK vom 29.06.2018 

Dem o.g. Erlass entsprechend kennzeichnen u.a. die folgenden Aufgaben und Ziele die Arbeit der Europaschulen in Niedersachsen:

  • den Gedanken der Völkerverständigung sowie Respekt und Toleranz gegenüber anderen Kulturen in ihrem Schulprogramm zu verankern,
  • Interesse, Wissen und Verständnis für europäische Fragen zu fördern,
  • europäische Themen, auch fächerübergreifend, in den Unterricht zu integrieren,
  • die Vielfalt der Sprachen und Kulturen im Unterricht und der Schulkultur sichtbar zu machen,
  • ein Fremdsprachenangebot vorzuhalten, das über die Mindestanforderungen hinausgeht und auch bilinguale Unterrichtsangebote einschließt,
  • interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln und zu stärken,
  • an europäischen Projekten, Aktionen, Wettbewerben u.a. teilzunehmen,
  • sich mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern, die sich der Förderung des europäischen Gedankens verschrieben haben, zu vernetzen,
  • die Möglichkeiten der Digitalisierung zur Förderung der europaweiten Kommunikation zu nutzen.

Das CvD ist bereits seit mehr als zehn Jahren Europaschule, 2019 wurde es für fünf weitere Jahre als Europaschule in Niedersachsen rezertifiziert.

"In Vielfalt geeint", das Motto der Europäischen Union, spiegelt wider, was das CvD als Europaschule in Niedersachsen kennzeichnet: Eine Vielfalt von Angeboten, die im Zusammenhang mit Europa stehen und vielseitige und lebendige Bezüge dazu bieten.

Zu den Angeboten des CvD, die es als Europaschule in Niedersachsen qualifizieren, gehören u.a.

  • das Fremdsprachenangebot mit der Möglichkeit, bei der zweiten Fremdsprache zwischen drei Sprachen zu wählen,
  • die Möglichkeit, Sprachzertifikate zu erwerben (z.B. DELF, telc Spanisch, CertiLingua®-Exzellenzlabel für europäische, mehrsprachige und internationale Kompetenzen),
  • bilinguale Unterrichtsangebote, insbesondere das bilinguale Seminarfach in der Qualifikationsphase,
  • die Austauschfahrten des neunten bzw. zehnten Jahrgangs ins europäische Ausland, die in Zusammenarbeit mit Partnerschulen durchgeführt werden,
  • die Unterstützung des Fremdsprachenunterrichts durch Fremdsprachenassistentinnen und Fremdsprachenassistenten,
  • die Teilnahme an europäischen Projekttagen (z.B. Europäischer Tag der Sprachen, EU-Projekttag an Schulen) und Projekten (z.B. Erasmus+),
  • Gespräche mit Politikerinnen und Politikern mit EU-Bezug (z.B. MdL, MdB, MdEP).

CvD Europaschule in Niedersachsen trotz(t) Corona

Leider sind auch einige unserer Europa-bezogenen Aktivitäten von Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen. So bald wie möglich soll wieder gelten, was bis März 2020 auf unsere Schule zutraf:

Die Austauschfahrten im neunten bzw. zehnten Jahrgang in Kooperation mit unseren Partnerschulen in Italien, Tschechien und Ungarn ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, den Alltag in Schule und Familie vor Ort unmittelbar zu erleben. Die interkulturellen Erfahrungen, die einerseits im Ausland, andererseits als Gastgeber in Goslar und Umgebung gesammelt werden, tragen sowohl zur Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen als auch zu deren Kompetenzen als Bürgerinnen und Bürger Europas bei. Im Rahmen der Austauschfahrten können die Schülerinnen und Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse einsetzen. Wenn nicht die Landessprache verwendet werden kann, wird Englisch als lingua franca gebraucht. Auch die Studienfahrten des 12. Jahrgangs führen unsere Schülerinnen und Schüler häufig ins europäische Ausland, wo neben den kommunikativen Fähigkeiten in den Fremdsprachen auch die interkulturelle Kompetenz durch Beobachtungen und Erfahrungen vor Ort gestärkt wird.

Trotz Corona gibt es in diesem Schuljahr eine Erweiterung unserer europäischen Aktivitäten:

Im Dezember 2020 beginnt ein im Rahmen des Programms Erasmus+ gefördertes multilaterales Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Im Rahmen dieses Projekts mit dem Titel "C-osmos-is" (für weitere Informationen: https://twinspace.etwinning.net/108524/home)

erfolgt eine Zusammenarbeit mit Partnerschulen in Örebro (Schweden), San Fernando de Henares (Spanien), Rimini (Italien) und Larisa (Griechenland). Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit unserem kulturellen Erbe, darum, zu entdecken, ob und welche länderübergreifenden Gemeinsamkeiten es gibt, und auch, Unterschiede genauer zu ergründen. Die Schülerinnen und Schüler haben in einer Arbeitsgemeinschaft bereits mit der Projektarbeit begonnen. Da diese bedingt durch die Pandemie vorerst virtuell stattfindet, werden hier ganz praktisch verschiedene Möglichkeiten der digitalen Zusammenarbeit erprobt. Die kontinuierliche Projektarbeit findet u. a. auf der digitalen Plattform eTwinning statt, die von der Europäischen Union für internationale Projekte im Bildungsbereich zur Verfügung gestellt wird.

In diesem Projekt setzen die Schülerinnen und Schüler ähnlich wie in realen Austauschen ihre Fremdsprachenkenntnisse ein, erweitern ihre interkulturellen Kenntnisse und setzen sich dabei zudem aktiv mit der Nutzung digitaler Medien auseinander. Geplant ist jedoch auch, soweit möglich, reale Treffen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Partnerschulen durchzu-führen.

Einen Einblick in die politische Arbeit auf EU-Ebene bot im Oktober 2020 ein Gespräch des elften Jahrgangs mit der Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Viola von Cramon-Taubadel. Unterschiede zwischen nationaler und europäischer Entscheidungsfindung, auch die Vielfalt von Interessen, die in der EU zusammenkommen, wurden sehr anschaulich.

Ansprechpartnerin: Birte Steffen, E-Mail: